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Sabine (Bina) Schmidt - Flachsröste Lohhof
Biografie

Sabine (Bina) Schmidt
geboren am 11.10.1920 in Kolo, Polen
Beruf: Schülerin, Hausangestellte
Familienstand: ledig
Opfergruppe: Als Jüdinnen und Juden Verfolgte
Deportiert am 19.4.1943 nach Auschwitz
Schicksal 'ermordet (in Folge einer Deportation)'
Biografie:
Bina Schmidt war die älteste von vier Geschwistern. Ihre Mutter starb 1935, der Vater emigrierte im Juni 1937 von Weilheim nach Palästina. Seine Bemühungen, die Kinder nachkommen zu lassen, schlugen fehl. Bina arbeitete 1936 als Hausangestellte bei Familie Neumeyer am Kaiser-Ludwig-Platz 5. 1939 und 1940 lebte sie in Hachschara-Einrichtungen in Bielefeld. Daniel Hoffmann erinnert sich folgendermaßen an sie: „Bina, 19 Jahre alt, war zwar in Polen geboren, hatte aber in München gelebt und sprach daher bayerischen Dialekt. Sie war voller Lebensfreude, gesund und arbeitsam. Damit brachte sie alle Voraussetzungen mit, um zumindest im Arbeitslagerbereich der Nazis bestehen zu können.“ Ihre letzte Abmeldung aus dem Kinderheim erfolgte am 19.01.1941 nach Krieschow. Bina Schmidt lebte vor der Deportation in Teuplitz, Brandenburg. Dort arbeitete sie in einem Forstarbeitslager in der Gartenstraße 4. Sie wurde von Berlin mit dem 37. Transport nach Auschwitz deportiert. Ihre jüngeren Geschwister wurden von München nach Auschwitz deportiert, nur Schwester Dorle überlebte die Shoah. In Weilheim erinnert seit 2010 ein Gedenkstein auf dem Weilheimer Friedhof an die Geschwister Schmidt. Gedenkinschrift auf dem Grabstein der Mutter: Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 18, Reihe 4, Platz 7 (Granit - Inschrift hebräisch)